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Brennweiten-
Rechner.
Was entsprechen 23 mm an APS-C? Wie weit ist dein iPhone-Tele in „echten" Millimetern? Rechne Brennweiten zwischen Vollformat, APS-C, Micro Four Thirds, Mittelformat und iPhone um — mit Crop-Faktor und Bildwinkel.
Dein Sensorformat
Crop-Faktoren & Bildkreis im Überblick
| Sensorformat | Sensor (mm) | Crop-Faktor | 50 mm entsprechen |
|---|---|---|---|
| Vollformat / Kleinbild | 36 × 24 | 1,0× | 50 mm |
| APS-C (Fuji / Sony / Nikon) | 23,5 × 15,6 | 1,5× | 75 mm |
| APS-C Canon | 22,3 × 14,9 | 1,6× | 80 mm |
| Micro Four Thirds | 17,3 × 13,0 | 2,0× | 100 mm |
| 1 Zoll | 13,2 × 8,8 | 2,7× | 135 mm |
| Mittelformat (GFX) | 43,8 × 32,9 | 0,79× | ≈ 40 mm |
| iPhone 15/16 Pro Haupt | ≈ 9,8 × 7,3 | ≈ 3,5× | — |
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Was ist der Crop-Faktor?
Der Crop-Faktor (auch Formatfaktor oder Verlängerungsfaktor) beschreibt, wie viel kleiner der Bildausschnitt eines Sensors ist als der von Kleinbild — dem historischen 36 × 24 mm großen Filmformat, das heute „Vollformat" heißt. Die Diagonale von Kleinbild beträgt 43,3 mm. Teilt man diese Diagonale durch die Diagonale eines anderen Sensors, erhält man dessen Crop-Faktor.
Wichtig: Der Crop-Faktor verändert nicht die Brennweite. Ein 35-mm-Objektiv bleibt physikalisch ein 35-mm-Objektiv, egal an welcher Kamera. Was sich ändert, ist der Ausschnitt: Ein kleinerer Sensor „sieht" nur den mittleren Teil des Bildkreises, den das Objektiv projiziert. Das Ergebnis wirkt herangezoomt — daher „Verlängerungsfaktor".
Brennweite umrechnen: die Formel
KB-Äquivalent = reale Brennweite × Crop-Faktor.
- 23 mm an Fujifilm APS-C (1,5×) → 34,5 mm KB — die klassische „Reportage-Brennweite".
- 56 mm an Fujifilm APS-C (1,5×) → 84 mm KB — deshalb ist das 56-mm-Objektiv die Porträt-Linse.
- 25 mm an Micro Four Thirds (2,0×) → 50 mm KB — die Normalbrennweite.
- 63 mm an Fujifilm GFX (0,79×) → ca. 50 mm KB — Mittelformat rechnet nach unten.
Umgekehrt: Willst du an APS-C den Bildausschnitt eines 35-mm-Vollformat-Objektivs, brauchst du 35 ÷ 1,5 ≈ 23 mm reale Brennweite.
Dein iPhone im Vergleich
Smartphone-Kameras haben winzige Sensoren — und entsprechend hohe Crop-Faktoren. Die Hauptkamera aktueller iPhone-Pro-Modelle hat ein Kleinbild-Äquivalent von etwa 24 mm bei einer tatsächlichen Brennweite von nur rund 6,9 mm. Das ergibt einen Crop-Faktor von ungefähr 3,5×.
- Ultraweitwinkel (0,5×): ≈ 13 mm KB-Äquivalent — extrem weit, für Architektur und enge Räume.
- Hauptkamera (1×): ≈ 24 mm KB — moderater Weitwinkel, guter Allrounder.
- 2×-Modus: ≈ 48 mm KB — ein Sensor-Crop der Hauptkamera, entspricht der Normalbrennweite.
- Teleobjektiv (5×, nur Pro Max): ≈ 120 mm KB — echtes Tele aus einem gefalteten Linsenpfad.
Das Faszinierende: Dein iPhone packt „13 mm Ultraweit" bis „120 mm Tele" in 8 mm Gehäusetiefe. Ein Vollformat-Zoom mit 24–120 mm wiegt rund 700 g und ist 12 cm lang. Möglich macht das allein der winzige Sensor — mit dem Nachteil, dass sich das Bild trotz „f/1,8" kaum freistellen lässt.
Crop-Faktor und Schärfentiefe
Der Ausschnitt lässt sich umrechnen — die Freistellung nicht 1:1. Blende und physikalische Brennweite bleiben gleich, also bleibt auch die Schärfentiefe bei gleicher realer Brennweite gleich. Um bei kleinerem Sensor denselben Look wie an Vollformat zu bekommen (gleicher Ausschnitt UND gleiche Freistellung), musst du die Blende zusätzlich um den Crop-Faktor öffnen.
Beispiel: 50 mm f/2,8 an APS-C zeigen den Ausschnitt von 75 mm an Vollformat — die Freistellung entspricht aber eher f/4. Wie sich Brennweite, Blende und Sensorgröße konkret auf die Schärfentiefe auswirken, rechnest du im Tiefenschärfe-Rechner aus.
Praxis: Welche Brennweite wofür?
| KB-Äquivalent | Charakter | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| bis 16 mm | Extremes Ultraweit | Architektur innen, Sternenhimmel, kreative Verzerrung |
| 16–24 mm | Ultraweitwinkel | Landschaft, Architektur, enge Innenräume |
| 24–35 mm | Weitwinkel | Reportage, Street, Umgebungsporträt |
| 35–50 mm | Normalbereich | Alltag, Street, „so wie das Auge sieht" |
| 50–70 mm | Leichtes Tele | Halbporträt, Details, erste Freistellung |
| 85–105 mm | Porträt-Tele | Kopf-/Schulterporträt mit weichem Hintergrund |
| 135–200 mm | Tele | Bühne, Sport aus der Nähe, verdichtete Landschaft |
| ab 300 mm | Supertele | Wildlife, Vögel, Sport aus der Distanz |
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Häufige Fragen zum Brennweiten-Rechner
Was ist der Crop-Faktor?
Der Crop-Faktor gibt an, um welchen Faktor der Bildausschnitt eines Sensors kleiner ist als bei Kleinbild/Vollformat (Diagonale 43,3 mm). APS-C bei Fujifilm, Sony und Nikon hat 1,5×, Canon APS-C 1,6×, Micro Four Thirds 2,0×. Eine 35-mm-Brennweite an APS-C zeigt denselben Ausschnitt wie 52,5 mm an Vollformat.
Wie rechne ich auf Kleinbild-Äquivalent um?
Reale Brennweite × Crop-Faktor. 23 mm an Fujifilm APS-C: 23 × 1,5 = 34,5 mm. 25 mm an Micro Four Thirds: 25 × 2,0 = 50 mm. Bei Mittelformat (GFX, Faktor ≈ 0,79) rechnest du nach unten: 63 mm entsprechen ca. 50 mm KB.
Welchen Crop-Faktor hat die iPhone-Kamera?
Die Hauptkamera aktueller iPhone-Pro-Modelle: ca. 24 mm KB-Äquivalent bei rund 6,9 mm realer Brennweite — Crop-Faktor etwa 3,5×. Ultraweit ≈ 13 mm, 2×-Modus ≈ 48 mm, Tele der Pro-Max-Modelle (5×) ≈ 120 mm.
Ändert der Crop-Faktor die Schärfentiefe?
Der Ausschnitt ändert sich, Brennweite und Blende physikalisch nicht. Für denselben Look wie an Vollformat (gleicher Ausschnitt und gleiche Freistellung) musst du die Blende zusätzlich um den Crop-Faktor öffnen. Deshalb wirken Handy-Fotos trotz „f/1,8" selten stark freigestellt.
Welche Brennweite brauche ich für Porträts an APS-C?
Das klassische Porträt-Tele liegt bei 85–105 mm KB. An Fujifilm/Sony/Nikon APS-C (1,5×) sind das etwa 56–70 mm reale Brennweite — daher die beliebten 56-mm-Objektive. An Canon APS-C (1,6×) rund 53–66 mm, an Micro Four Thirds (2,0×) etwa 42–52 mm.
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